Was sind Aquarell Buntstifte?

Was sind Aquarell Buntstifte?

Mit Aquarellstiften lassen sich Bilder wie mit einem normalen Buntstift malen, aber mit Wasser verwischen. Sie stellen die perfekte Ergänzung zu Aquarellpinselfarben bei der Aquarellmalerei dar. Damit du die Aquarellstifte richtig beim Vermalen der Farben benutzen kannst erkläre ich Dir, für welche Aquarelltechniken sie sich eignen. Wenn Du die Stärken und Schwächen dieser besonderen Buntstifte für die Aquarellmalerei kennst, werden deine Bilder perfekt. Hier kommst du zu einer Übersicht der besten Aquarell Buntstifte.

Wie werden Aquarellstifte benutzt?

Aquarellstifte besitzen fast die gleichen Inhaltsstoffe wie normale Buntstifte. Es gibt jedoch eine Ausnahme, was ihnen ihre besondere Eigenschaft verleiht – das Bindemittel ist wasserlöslich, wodurch die Farbe wasservermalbar wird. Kommt die Stiftspitze mit Wasser in Berührung, lösen sich die Farbpigmente aus der Farbmine und verlaufen ineinander. In der Aquarellmalerei gibt es verschiedenen Zeichentechniken, welche ich Dir gerne erkläre. Viele Künstler kombinieren auch verschiedene Techniken in einem Aquarellbild. Auch die Kombination von Pinseln und wasservermalbare Aquarellstifte kommt sehr häufig vor. Hier kommst du übrigens zu unserem allgemeinen Buntstift Set Test.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie du Aquarellstifte richtig pflegst.

Die Aquarelltechnik Nass in Nass

Um ein Bild in der „Nass in Nass“ -Technik zu erstellen, wird der Maluntergrund zuvor angefeuchtet (bitte nicht tropfnass). Dann befeuchtest Du die Stiftspitze und bringst vorsichtig den Farbauftrag zu Papier. Oft ist es schwer zu steuern, wie das Endergebnis nach dem Trocknen aussieht. Besonders Anfänger sollten das beachten und nicht zu viel Wasser benutzen. 

Die Aquarelltechnik „Nass in nass“ ermöglicht Dir den Farbauftrag zu unscharfen Konturen zu verwischen. Es entsteht ein verwaschener Effekt, welcher zum Beispiel gerne für Wolken oder Wellen benutzt wird. Bei der „Nass in Nass“ –Technik kommt das meiste Wasser unter allen Aquarelltechniken zum Einsatz, weswegen ich dabei dringend zu richtigem Aquarellpapier rate.

Tipp: Wird nur wenig Wasser wie bei der „Nass in Trocken“-Technik benutzt, ist die Gefahr das sich das Papier wellt viel höher, als bei der „Nass in Nass“-Technik. 

Die Aquarelltechnik Nass in Trocken

Nun hast Du bestimmt schon eine gute Vorstellung, was die „Nass in Trocken“-Technik in der Aquarellmalerei bedeutet. Dabei wird nur die Stiftspitze befeuchtet und die wasservermalbare Farbe auf trockenes Papier aufgetragen.

Die „Nass in Trocken“-Technik ist immer noch ein wenig verwaschen, schafft aber doch schärferen Konturen als die „Nass in Nass“-Technik. Sie wird häufig nach der „Nass in Nass“-Technik eingesetzt, um Konturen etwas hervorzuheben.

Die Aquarelltechnik Trocken in Nass

Die Aquarelltechnik „Trocken in Nass“ bringt ähnliche Ergebnisse wie die „Nass in Trocken“-Technik, da ebenfalls nur eine beteiligte Komponente nass ist. Mit dem trockenen Farbstift gelingen jedoch die Konturen schärfer. 

Für ungeübte in der Aquarellmalerei, ist diese Aquarelltechnik am schwierigsten auszuüben. Ich empfehle hierzu nur richtiges Aquarellpapier zu verwenden. Je nach Vorhaben, lässt sich der Farbauftrag auch durch die Stiftspitze gut steuern. Mit sehr spitzer Stiftspitze ist der Farbauftrag gering und muss öfters wiederholt werden. Dafür kann man sich aber langsam und Stück für Stück an das gewünschte Ergebnis herantasten.

Die Trocken in Trocken Zeichentechnik

Bei der „Trocken in Trocken“-Technik ist eigentlich nicht mehr von Aquarellmalerei zu sprechen, da kein Wasser zum Einsatz kommt. Trotzdem verhalten sich die Farbstifte für die Aquarellmalerei etwas anders als normale Buntstifte. Ohne Wasser ist der Farbauftrag schwächer als bei wachsbasierten oder ölbasierten Buntstiften.

Wenn kein Wasser zum Einsatz kommt, wird für diese Technik natürlich auch kein spezielles Aquarellpapier benötigt. Zu beachten ist jedoch, dass trockene Bilder auch nicht feucht werden sollten. Denn dann zeigt sich wieder die Wasserlöslichkeit der Aquarellstifte.

Beim Lavieren, Schummern und Schraffieren handelt es sich um die beliebtesten Techniken beim Malen und Zeichnen. Beherrscht du diese, steht einem professionellen Kunstwerk Nichts mehr im Wege!

Gibt es Unterschiede bei den Aquarellstiften?

Aquarellstifte sind von vielen Herstellern erhältlich, sodass es auch große Preisunterschiede gibt. Die Qualität der Aquarellstifte ist wie auch bei normalen Buntstiften recht unterschiedlich. Maßgeblich wird die Malqualität von der Farbmine bestimmt. Die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe geben der Farbmine sowie dem Farbauftrag ihre Eigenschaften. 

Sind zum Beispiel viele Farbpigmente im Aquarellstift, ist der Farbauftrag deckend. Sollte der Farbauftrag zu kräftig geraten bieten Aquarellstifte den Vorteil, dass sich die Farbe mit Wasser gut vermalen lässt. Jeder Hersteller hat seine eigene Mixtur für die Inhaltsstoffe der Farbmine, sodass es natürlich auch zu unterschiedlichen Eigenschaften kommt.

Es ist immer empfehlenswert auf Buntstifte ohne Schadstoffe zurückzugreifen.

Die Inhaltsstoffe der Aquarellstifte

Die Inhaltsstoffe von Aquarellstiften geben der Farbmine Eigenschaften wie zum Beispiel Härte, Bruchfestigkeit und Wasserlöslichkeit. Für den Farbauftrag auf das Papier sind hingegen Farbbrillanz, Deckkraft und Lichtbeständigkeit wichtig. 

Der Qualität und dem Mischungsverhältnis der Farbpigmente kommt dabei ein Hauptanteil zu, wenn die Farben später auf dem Aquarellbild trocknen. Zu wenige oder minderwertige Farbpigmente, erscheinen als blasse Farbtöne mit wenig Deckkraft. Das zeigt sich dann auch, wenn bestehende Farben vermalt werden sollen. 

Aquarellstifte Zusammensetzung
Aquarell Buntstifte haben eine andere Zusammensetzung als herkömmliche Buntstifte!

In Aquarellstiften wie auch Buntstiften sind je nach Hersteller nicht immer unbedenkliche Inhaltsstoffe. Besonders wenn krebserregende Weichmacher wie PAK darin vorkommen, sollten diese Aquarellstifte nicht für Kinder gekauft werden. Bei einem Aquarellstift ist zudem zu bedenken, dass sich die Inhaltsstoffe leicht durch Speichel aus der Farbmine lösen (Wasserlöslichkeit). Nagen oder kauen Kinder darauf herum, sind die Inhaltsstoffe entsprechend schneller als bei normalen Buntstiften im Körper.

Wie male ich mit Aquarellstiften?

Ein Aquarellbild anzufertigen bedarf mehr Übung, als es bei einer Buntstiftzeichnung der Fall ist. Hat man sich bei der Buntstiftzeichnung vermalt, lässt sich der Fehler mit einem Buntstiftradierer schnell wieder beheben. 

Bei einem Aquarellbild geht das nicht so einfach. Vor allem die falsche Dosierung von Wasser, kann das Kunstwerk vorzeitig in den Papierkorb wandern lassen. Nicht immer reicht auch nur ein Aquarellstift aus, sondern es werden zusätzlich Pinsel benötigt. Viele Aquarellbilder werden sowieso in Kombination von Pinsel und Aquarellstift angefertigt. Es ist immer von Vorteil beides bereitliegen zu haben. Anstelle eines Radierers benötigst du bei der Aquarellmalerei einen saugfähigen Schwamm, am besten Naturschwamm.

Das zweite Problem ist, dass sich das tatsächliche Ergebnis erst nach dem Trocknen des Bildes zeigt. Im Gegensatz zur Buntstiftzeichnung ist das Ergebnis auch nicht immer genau vorherbestimmbar. Am besten wird zuvor mit einem Buntstift eine grobe Vorzeichnung angefertigt.

Willst Du mit Pinseln oder Aquarellstiften weiße Stellen malen, gibt es noch etwas zu bedenken – es gibt keine weiße Aquarellfarbe. Du kannst also keine farbigen Flächen einfach mit Weiß übermalen, sondern musst den weißen Untergrund durchscheinen lassen. In der Aquarellmalerei nennt man es „Negativtechnik“. Dazu ist auch ein Schwamm wichtig, wenn Aquarellfarbe in die weißen Flächen verläuft. Aquarellfarbe lässt sich übrigens sehr gut mit Tusche kombinieren. Am Anfang deiner Künsterkarriere solltest du jedoch erst einmal mit simplen und einfachen Motiven beginnen.

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