Welches Holz für Buntstifte?

Welches Holz Für Buntstifte?

Holz kann sehr unterschiedliche Eigenschaften haben, was sich auch bei Buntstiften aus Holz zeigt. Sehr beliebt sind zwar Holzstifte aus Zedernholz, aber damit kann das Preis-/Leistungsverhältnis nachteilig sein. Zu dem Holz für deine Buntstifte habe ich einige Informationen für Dich.

Welche Bedeutung hat das Holz für Buntstifte? 

Buntstifte wie auch Bleistifte können eine Ummantelung aus Holz, Kunststoff oder Metall haben. Bei Kunststoff oder Metall handelt es sich jedoch um Druckbuntstifte oder Fallminenstifte, welche nicht angespitzt werden. Meistens sind selbst bei Künstlerstiften die Holzbuntstifte anzutreffen. Sie müssen angespitzt werden und ermöglichen dadurch dem Künstler mit einem Cutter die Form der Minenspitze selbst zu bestimmen. 

Holzstifte sind bei den Buntstiften am beliebtesten, was nicht nur auf Künstler zutrifft. Zwar werden sie dann nur mit einem normalen Spitzer angespitzt, was aber für die meisten Anwendungsgebiete der Buntstifte ausreicht. Bleibt die Frage ob jedes Holz gleich gut für Holzbuntstifte ist. Wer schon einmal größere Holzstücke gesehen hat, wird immer wieder auch Astlöcher bemerken. In einem Holzbrettchen spielt das kaum eine Rolle, sofern der Astkern oder das Astauge nicht herausfällt. Ein Holzstift wird aber regelmäßig angespitzt, sodass ein evtl. enthaltenes Astloch sich irgendwann bemerkbar macht. Deswegen ist als Holz für Buntstifte eine Holzart wichtig, die nur wenige Astlöcher aufweist. Die Bruchfestigkeit hat dabei weniger mit der Holzart zu tun, da es dabei mehr auf die Farbmine und die Verarbeitung bzw. Herstellung ankommt. Wenn überhaupt schützen weiche Holzsorten etwas mehr als härtere die Farbmine bei einem Fall, da es geringfügig etwas mehr der Aufprallenergie absorbiert.

Wegen dem ständigen Anspitzen kommt dem Faserverlauf schon eine größere Bedeutung als die Holzhärte zu. Beim Anspitzen darf das Holz nicht einreißen, da die Spitze der Farbmine dann nicht mehr gleichmäßig ummantelt ist. Auch das betrifft die Bruchfestigkeit, wenn wegen schlechtem Holz die Spitze der Farbmine immer wieder bricht. Genauso ist aber auch der Anspitzer bzw. die Klinge des Anspitzers dabei wichtig. Ist sie zu Stumpf reißt auch das beste Holz für Holzstifte ständig ein.

Welche Arten von Holz gibt es für Buntstifte? 

Vor ca. 5.000 Jahren benutzten die Ägypter bereits Schreibwerkzeuge aus Bambusrohr, Papyrusrohr oder Schilfrohr, in das flüssiges Blei gegossen wurde. Heute werden andere Materialien benutzt, zumal anstelle von Blei mit Graphit oder Farbminen geschrieben und gezeichnet wird. Sehr beliebt war lange Zeit als Holz für Buntstifte Zedernholz, wie es teilweise noch heute verwendet wird. Zedernholz ist relativ weich und weist nur wenige Astlöcher auf. Zudem hat es einen gleichmäßigen dichten Faserverlauf, wodurch sich Buntstifte aus dem Holz der Zeder auch gut anspitzen lassen. Aber Zedern wachsen nur sehr langsam, weswegen Zedernholz rar geworden ist. Holzstifte aus Zedernholz sind deutlich teurer. Um mit Sicherheit nicht den illegalen Raubbau an tropischen Gehölzen zu unterstützen, sollte dein Holzbuntstift aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen, was Du an dem FSC-Siegel erkennst. Für Holz aus deutschem Waldanbau achte auf das PEFC-Siegel. Damit sind bereits über zwei Drittel der deutschen Waldfläche zertifiziert. 

Heute kommen weniger edle Gehölze als Holz für Buntstifte in Betracht, wie zum Beispiel Ahorn-, Linden- oder Pinienholz. Das Holz dieser Bäume wächst schnell und stellt im Faserverlauf und der Härte einen guten preisgünstigen Kompromiss im Vergleich zu Zedernholz dar. Holzstifte aus echtem Zedernholz sind zum Beispiel ein edles Geschenk, welches aber nicht in einem einfachen Kartonetui überreicht werden sollte. 

Übrigens sind wasservermalbare Stifte (Aquarellstifte) auch meistens mit einer Holzfassung, wobei es natürlich auch die holzfreien Aquarellstifte gibt. Beim Colorieren spielt die Ummantelung keine Rolle, Hauptsache der Farbauftrag der Farbmine ist farbintensiv. Das wird mit den Inhaltsstoffen der Farbmine wie zum Beispiel wasserlösliche Bindemittel, Talkum und den Farbpigmenten erreicht. Genauso verhält es sich mit einem normalen Buntstift. 

In der ehemaligen DDR gab es oft einen Mangel an geeignetem Holz für Buntstifte. Deswegen wurden auch härtere Hölzer verwendet, welche jedoch mit einem Pilz durchsetzt wurden. Somit wurde das zu harte Holz dann schnittweicher.

Ist für die Bruchfestigkeit, die Form oder das Holz für Buntstifte wichtig? 

Die Qualität des Holzes entscheidet kaum über die Bruchfestigkeit der Holzstifte. Bei der Bruchfestigkeit geht es auch nicht darum, wann ein Buntstift durchbricht. Gemeint ist mit Bruchfestigkeit immer die Farbmine. Ist sie gebrochen, bricht sie ständig beim Zeichnen ab oder fällt beim Anspitzen einfach heraus. Entscheidend ist bei der Bruchfestigkeit die Farbmine selbst und wie sie in das Holz der Buntstifte eingearbeitet wird. Dazu gehört auch eine entsprechende lange Aushärtungszeit der Farbmine.

Holzstifte werden aus Holzbrettern hergestellt, in die eine Maschine die benötigte Nut fräst. Dann kommt die Farbmine in die Nut und ein zweites Brett mit Nut wird aufgepresst. Besonders bruchfest zeigen sich Buntstifte, bei denen die Mine zusätzlich mit dem Holz verleimt wird. Nach der Aushärtung sind sie deutlich bruchfester oder brechen nur einmal und nicht gleich an vielen Stellen gleichzeitig. Nach der Aushärtung der beiden Holzbrettchen fräst eine Maschine die einzelnen Holzstifte aus dem Brettchen heraus. Holzfreie Buntstifte werden meistens einfach mit einem Mantel aus Kunststoff hergestellt, wobei es beim Farbauftrag keinen Unterschied zwischen den holzfreien und den Holzbuntstiften gibt.

Die Form hat primär keine Auswirkung auf die Bruchfestigkeit und runde Holzstifte sind nicht bruchfester als ein Dreikant Holzstift. Aber runde Buntstifte rollen sehr einfach vom Tisch und fallen dann zu Boden. Dass wiederum wirkt sich schon auf die Bruchfestigkeit aus. In den Farbminen sind Bindemittel, Farbpigmente und Talkum. Bei sachgemäßer Behandlung und guter Verarbeitung reicht das für die Bruchfestigkeit aus. Angespitzt müssen sie aber mit einem guten Anspitzer werden.

Die Holzfassung kann aus lackierten oder unlakierten (naturbelassen) Holz bestehen. Wegen möglicher Schadstoffe empfehle ich Dir naturbelassene Holzstifte zu kaufen. Wenn schon Lack auf der Holzfassung ist, achte zumindest auf umweltschonenden Wasserlack. Holzbuntstifte mit einer Lackierung aus Wasserlack findest Du zum Beispiel bei Faber-Castell.

Welche Alternative gibt es zu dem Holz für Buntstifte 

Eine Alternative zu dem Holz für die Buntstifte bietet zum Beispiel BIC mit seinen farbintensiven ECOlutions in einer dreikant Form an. Dieser Hersteller verwendet bei diesem Produkt kein Holz, sondern fertigt aus recyceltem Material an. Die ECOlution Farbstifte bestehen aus 54% Materialien, die sich als umweltbewusst präsentieren. Die Minen sind bruchsicher, haben gute Farbpigmente zum Colorieren und selbst beim Ankauen splittert keine Farbe ab. Zudem entsprechen sie der europäischen Norm zur Sicherheit von Spielzeug (EN 71). Wer jedoch auf Naturmaterialien bei Buntstiften Wert legt, wird weiterhin lieber auf Holz setzen anstatt auf holzfrei.

Mein Fazit zu Holz von Buntstiften

Persönlich mag ich wasservermalbare Buntstifte aus einem umweltbewussten und gesundheitlich unbedenklichen Holz. Für meine Kinder kaufe ich meistens dreikant Holzmalstifte. Zum Beispiel Staedtler mit seinen Ergosoft Holzstiften. Dreikantig und farbintensiv macht das Malen mit den Ergosoft Buntstiften viel Freude. Bei diesen Holzbuntstiften ist das Holz aus FSC-zertifizierten, nachhaltig bewirtschafteten Wäldern (FSC-C007132). Wirklich umweltbewusst finde ich auch, wenn die Holzbuntstifte in einem Kartonetui sind. Nachteil ist jedoch, so ein Kartonetui hält nicht so lange wie eine Metallbox. Bruchfestigkeit muss immer gegeben sein.

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