Wie verwischt man Buntstifte?

Buntstifte verblenden

Für viele Hobbymaler stellen neue Zeichentechniken eine große Herausforderung dar. Wer sich bisher noch nicht getraut hat etwas Neues auszuprobieren, sollte unbedingt mit dem Verwischen von den Buntstiften probieren. Damit der Versuch von Erfolg gekrönt ist, erkläre ich was Verwischen und Verblenden bedeutet. Welches Werkzeug dafür nötig ist berichte ich in diesem Beitrag. Ebenso, welche Effekte dadurch erzielt werden.

Was bedeutet Verwischen mit Buntstiften? 

Bei dem Verwischen, auch als Verblenden bekannt, werden hauptsächlich Buntstifte-Linien verwischt. Auf dieses Weise wird zum Beispiel ein Dunkel-Hell-Effekt erzeugt. Es lassen sich ebenfalls wunderbare Schattierungen erzeugen, die es sogar teilweise mit einem Foto aufnehmen können. Sie wirken sehr realistisch. 

Folgende Möglichkeiten entstehen durch das Verblenden mit guten Buntstiften:

  • Flächen von Linien und Striche werden verbunden
  • Farbverläufe lassen sich durch Farbpigmente die verwischt werden, leicht kreieren
  • Motive und ebenfalls Kanten und Ecken werden weicher beim Verwischen
  • Schattierungen sorgen für lebendige Bilder
  • Es lassen sich helle Lichteffekte erzeugen
  • Farbabstufungen sind einfach zu bewerkstelligen

Tipp

Empfehlenswert ist es, wenn Du zuerst einmal eine Schraffur zeichnest. Probiere aus, dieser mit deinem ausgewählten Werkzeug zu verblenden. Verwischt sieht jede Schraffur sogleich völlig anders aus.

Welches Werkzeug benötigst Du dafür? 

Zuerst einmal sind die richtigen Malstifte das Wichtigste. Stifte mit einem schlechten Farbabrieb durch zu harte Farbminen sorgen für einen Reinfall beim Verwischen. Der Farbabrieb muss gut sein, damit sich mit dem entsprechenden Werkzeug die Farben überhaupt miteinander verwischen lassen. Die Übergänge müssen nach dem Verwischen der Buntstifte weich sein und sollen keine harten Linien oder sonstige Übergänge vorweisen.  Je höherwertiger deine Ausrüstung ist, umso bessere Ergebnisse wirst du erzielen können. In meinem großen Buntstift Vergleich siehst du eine selektierte Auswahl der besten Modelle. 

Sehr beliebt sind Polychromos zum Verwischen. Die Polychromos sind etwas teurer wie normale Malstifte, aber ihre Qualität ist auch wirklich exzellent. Es lohnt sich jedoch auch, einmal mit Kohlestifte zu experimentieren. Oftmals wird auch das Verwischen mit einem Pinsel angesprochen. Diesen finde ich jedoch für die Aquarellstifte sinnvoller. Aquarellstifte sind nicht die erste Wahl für die Zeichentechnik des Verblendens. Dafür eignen sich Aquarellstifte durch ihre wasserlösliche Farbe aber gut zum Vermalen.

Zuerst einmal würde ich nicht unbedingt das teuerste Zeichenpapier zum Üben nehmen. Hier reicht es aus, wenn das Papier von mittlerer Qualität ist. Auf günstigem Papier kannst Du dann Papierwischer oder Polychromos Stifte erst einmal ausprobieren.

Welche Werkzeuge stehen Dir nun zur Verfügung?

Mit was kann man Buntstifte verwischen/verblenden? 

  • Erste Versuche werden meistens mit dem Finger unternommen. Der Effekt ist nicht schlecht, aber es ist keine wirkliche saubere Sache. Ein großer Nachteil ist, dass dein Hautfett hier ebenfalls mit auf das Papier kommt und die Farben verwischt.
  • Estompen sind eine saubere Sache, aber teilweise sind die Linien und Striche nicht ganz verwischt. Nicht die beste Wahl, wenn die Übergänge extrem weich und sanft erscheinen sollen.
  • Watte und Wattestäbchen eignen sich sehr gut. Mit Watte kannst Du weiche und mit Stäbchen härtere Verläufe erzeugen.
  • Das Papiertuch lässt sich zu einem Papierwischer zusammen rollen. Diese Papierwischer lassen sich wie Estompen nutzen.
  • Mit einem Radiergummi (Radierstift) lassen sich wunderbare Lichtreflexe und auch helle Stellen erzeugen.

Tipp

Experimentiere beim Verwischen unbedingt mit dem Druck, den Du mit deinem Werkzeug ausübst. Du wirst dabei schnell merken, wie stark der Druck die Effekte beeinflusst.

Wer kann diese Zeichentechnik erlernen? 

Im Grunde kann jedes Kind und jeder Hobbymaler die Zeichentechnik des Verwischens mit seinen Buntstiften erlernen. Polychromos sollten jedoch erst Kinder ab 12 Jahren in die Hand bekommen. Je mehr Erfahrungen Du beim Zeichnen gesammelt hast, desto schneller werden die Versuche von Erfolg gekrönt sein. Aber plane ruhig ein wenig Zeit zum Üben ein. Auch beim Zeichnen ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Sind deine Zeichenversuche von Erfolg gekrönt, kannst Du diese Zeichentechnik auch deiner restlichen Familie beibringen. Das Vermalen und Verblenden mit den Malstiften ist wirklich kein Hexenwerk.

Gehörst Du schon zu den fortgeschrittenen Malern interessier vielleicht auch mein Beitrag „Die besten Buntstifte für Profis im Vergleich“. 

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